Über uns
Über uns

Das Projekt "Kurtherme" ist im Tourismusförderverein Bad Doberan-Heiligendamm e.V. seit 2011 entwickelt worden. Mit der Auflösung des Vereins im Frühjahr 2013 wurde das Projekt durch den neugegründeten DEHOGA Ortsverband Bad Doberan-Heiligendamm weitergeführt.

KURTHERME Bad Doberan

Geschichte

Bad Doberan ist als Heilbad heute mehr bekannt durch das ehemalige "Sanatorium Moorbad" als durch die Seebadeinrichtung im ersten deutschen Seebad Heiligendamm. Das Seebaden wurde schon frühzeitig ergänzt, aber nicht durch Moor-, sondern durch Stahlbäder. Es war im Jahr 1820, als in Bad Doberan ein Kaufmann Mühlenbruch auf ockerfarbige Flecken in den Wiesen in und um Doberan aufmersam wurde. Man vermutete ganz richtig Eisengehalt in denen an diesen Stellen entspringenden Quellen, von den es drei gab. Nachdem ein bedeutender Eisengehalt festgestellt wurde, begann man, diese Quellen für Bäder zu nutzen. 1822 begann Baumeister Carl Theodor Severin mit dem Bau des Stahlbades im Stil des Klassizismus. 1902 wurde der ursprünglich eingeschossige Bau von Adolf Demmler stilsicher um eine Etage aufgestockt. Es wurden auch spezielle Badeeinrichtungen für Moorbäder geschaffen so daß ab diesem Zeitpunkt die Bezeichnung Moorbad berechtigt ist. Da neben den Moorbädern noch Eisenbäder und Trinkkuren durchgeführt wurden, blieb die Bezeichnung Stahlbad erhalten. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden erstmal Moorbäder erwähnt. Diese Therapie wird heute neben Massagen und Gymnastik ausschließlich zur Behandlung rheumatischer Gelenkserkrankungen angewandt.  Ab 1948 wurde dann daraus das "Eisenmoorbad", obgleich jetzt nur noch Moorbäder Anwendung fanden. Die letzte Bezeichnung "Sanatorium Moorbad" zeigt diese Entwicklung. Bis 1996 war das Moorbad weiter in Betrieb. In diesem Jahr entstand das neue Moorbad der Dr.-Ebel-Gruppe etwa 800 Meter südlich des alten Moorbades.  Das Alte "Moorbad" wurde geschlossen. Im Jahr 2006 wurde bei einem Brand der Dachstuhl fast vollständig zerstört. Durch fehlende Sicherungsmaßnahmen in der Folgezeit war das Gebäude der Witterung ausgesetzt und verfiel zusehends.

Konzept

Bad Doberan verdankt seinem Status als Heilbad der langen Tradition des Stahlbades und späteren Moorbades. Dieser Tradition bewußt wünschen sich viele Einwohner und Gäste Bad Doberans wieder ein öffentliches Kur- und Erholungsbad, welches dem Anspruch einer Kurstadt entspricht. Ein Gesamtkonzept sollte auf einen Gesundheits- und Kuraufenthalt abgestimmt sein und eine klare konzeptionelle Abgrenzung zu anderen Bädern erkennen lassen. Die Zielgruppe ist ganz klar Gesundheitstourismus und wird daher die Zielgruppen eines Freizeit- oder Spaßbades nicht vordergründig bedienen.

Benötigte Grundstücksfläche

  • ca. 15.000 bis 20.000 m² (1,5-2 ha) für die Therme
  • ca.   5.500 bis  6.000 m²  (0,5-0,6 ha) für 300 Parkplätze

Gesamt:  ca. 20.000 bis 26.000 m² (2-2,6 ha)

Potenzielle Standorte

  1. Altes Moorbad
  2. Nienhäger Chaussee
  3. Kammerhof B-Plan Nr.12
  4. Event-Gelände Galopprennbahn

Für den Standort "Altes Moorbad" sprich die zentrale Lage, die Geschichte und Tradition des alten Gebäudes. Eine neue Therme könnte gestalterisch die alte Fasade aufnehmen und im Inneren bzw. nach hinten raus ein modernes Kurbad entstehen lassen. In westlicher Richtung ist in den vergangenen Jahren ein See entstanden, dem ein Kurpark sich anschließen könnte. Ein weiterer Vorteil ist die Nähe zum Bahnhof mit der Anbindung des Regionalverkehrs aus Wismar und Rostock sowie mit dem Molli aus Kühlungsborn kommend. Ein vorhandener großer Parkplatz am Alexandrinenplatz läßt sich mitnutzen. Weitere Parkflächen könnten auf dem Gelände des "Alten Moorbades" entstehen und im südlichen Bereich des Bahnhofs. Die Verkehrsanbindung ist fast optimal. Der Verkehr aus Kühlungsborn könnte über die Umgehungsstraße und nicht über die Innenstadt geleitet werden. Außerdem könnte der nahegelege Innenstadtbereich mit seinen zahlreichen Einzelhandelsgeschäften und Beherbergungsbetrieben von dieser Lage profitieren. Auch die Nähe zur 800m entfernten Dr. Ebel Klinik und jetzt neuem Moorbad könnte Synergien für beide Einrichtungen mit sich bringen. Das "Alte Moorbad" befindet sich derzeit in Privatbesitz.

 

Der Standort "Nienhäger Chaussee" kann mit einer sehr guten Verkehrsanbindung per PKW aufwarten. Die Umgehungsstrasse aus Rostock kommend und nach Heiligendamm und Kühlungsborn weiterlaufend grenzen unmittelbar an das Grundstück. Auch die Zufahrtsstraße aus Warnemünde mündet in diesen Bereich. Ein Durchgangsverkehr durch die Innenstadt wird sehr gering ausfallen. Die Nähe zum Zweckverband Kühlung ist für die Anschlussleitungen sicherlich von Vorteil, jedoch sind bei ungüstiger Windrichtung auch unangenehme Gerüche nicht vermeidbar. Für die Freiflächen wäre das ein klarer Nachteil. Die Entfernungen in die Innenstadt und zum Bahnhof sind für einen Fußweg allerdings schon wieder zu lang. Auch die Gäste, die mit dem Molli anreisen, haben noch einen 15 minütigen Weg vor sich. Für Parkplätze bietet dieser Standort allerdings genug Entwicklungsflächen. Die Attraktivität diesers Standortes ist nicht ideal. Eine zukünftige Wohnbebauung, Sportanlagen und die Nähe zur Feuerwehr und Bauhof könnten den Erholungswert eventuell einschränken. Die Flächen an der Nienhäger Chaussee befinden sich im Besitz der Stadt.

 

Im "Kammerhof B-Plan Nr. 12" entsteht in den nächsten Jahren ein neues Wohngebiet. Einen Teil der Fläche als gewerbliche Nutzung auszuweisen ist generell möglich. Ein Vorteil ist natürlich die zur Verfügung stehende Fläche. Die Randlage am Ortsrand bietet eine gute Verkehrsanbindung per PKW aus allen Richtungen, ohne den Innenstadtbereich zusätzlich zu belasten. Auch eine zusätzliche Haltestelle für den Molli wäre vorstellbar. So könnten Touristen, die in der Innenstadt oder in Heiligendamm übernachten, ohne PKW mit einem kostengünstigen "Molliticket" zur Therme gelangen. Planerisch müssten die Wohnbebauung und die gewerbliche Nutzung als Therme, die ein nicht unerhebliches Gästeaufkommen mit sich bringt, aber im Einklang stehen. Gerade hier könnte ein besonderer Interessenkonflikt zwischen Einwohnern, die Ihre Ruhe haben möchten und Besuchern der Therme kommen. Die Flächen befinden sich in Besitz der Stadt. Eine Erschließung steht unmittelbar bevor.

 

Ein Grundstück, welches bisher noch gar nicht in den Überlegungungen aufgetaucht ist, ist das "Event-Gelände Galopprennbahn". Allein die Lage ist schon einzigartig. Die Ortsteile Bad Doberan und Heiligendamm würden wieder näher zusammenrücken. Die Therme hätte genug Entwicklungsfläche, um bei  Bedarf den Thermenbetrieb zu erweitern. Außerdem sind Flächen für Parkplätze bereits in ausreichender Anzahl vorhanden. Das Event-Gelände ist das gesamte Jahr bis auf wenige Tage ungenutzt. Durch die Ansiedlung eines weiteren Publikumsmagneten zur bereits bestehenden Galapprennbahn, lassen sich Synergien für beide Unternehmen nutzen. Das betrifft sowohl die Infrastruktur als auch die Vermarktung. Weitere Investitionen könnten in ein Veranstaltungskomplex fließen, der Tribünen, Konferenzräume und ein Hotel beinhaltet. Vor allem aber dürfte es keine Beeinträchtigung bei Einwohnern und Gästen nach sich ziehen. Weitere Vorteile sind die optimale Verkehrsanbindung. Eine bestehende Mollihaltestelle, die für erhebliche Mehreinnahmen in den zuschusspflichtigen Mollibetrieb sorgen würde, ist bereits vorhanden. Der größte Nebeneffekt ist aber die Aufwertung des Gelänes insgesamt. Alleine mit Pferderennsport wird sich das Areal niemals wirtschaftlich selbst tragen lassen. Die Flächen befinden sich Besitz der Stadt und zum Teil in Privateigentum.

 

Fazit: Bad Doberan hat ausreichend Möglichkeiten das Projekt voranzutreiben, ohne sich sofort auf ein Grundstück festzulegen zu müssen. Aus touristischer Sicht ist das "Alte Stahlbad" sicherlich der attraktivste Standort, da hier eine Tradition weitergeführt werden könnte, die Bad Doberan den Namenszusatz "Bad" verdankt. Das "Alte Stahlbad" ist marketingtechnisch der Idealfall und damit unser Favorit. Unsere 2. Wahl würde auf das Event-Gelände an der Galopprennbahn fallen. Dort gibt es ideale Vorraussetzungen mit Synergieeffekten für die Entwicklung der Galaopprennbahn und die Entwicklung Heiligendamms. Das Gebiet Kammerhof B-Plan Nr. 12 würde sich in unserer Rangliste anschließen und das Areal in der Nienhäger Chaussee würden wir auf Grund der Geruchsbelästigung für einen Kurbetrieb derzeit ausschließen. Die Standortfrage ist sehr wichtig und sollte gut überlegt sein. Bei Abwegung aller Faktoren bleiben in der engeren Auswahl das "Alte Stahlbad" und das "Event-Gelände Galopprennbahn".

Konzeptioneller Entwurf

Konzeptioneller Entwurf ausgerichtet auf ein gesundheitstouristisches Angebot
Wasserbecken Saunagarten Empore in Haupthalle
 Innenbecken     3% Sole  Blockhaussauna  Massagekabinen

 Freibecken        3% Sole

 Erdsauna  Moorbäder
 Freibecken      12% Sole  Eukalyptussauna  Solarien
 Freibecken      20% Sole  Kaltwasser-Tauchbecken  Infrarotkabinen
 25 m Becken  (6 Bahnen)  Kneippschlauch  Liegeflächen (Ruhezonen)
   Eimerdusche  

Nutzung

25 m Sportbecken (6 Bahnen)

Schulschwimmen für Bad Doberan, Rostock und Umgebung

Rettungsschwimmen

Polizeischwimmen

Angebote für Krankenkassen

Angebots für Firmengesundheitsprome

Vereinsschwimmen

Seniorenschwimmen

individuelle Tagesgäste

 

Saunagarten, Massagen, Spezialbäder ect.

Angebote für gesundheitsfördernden Tourismus

Angebot für Krankenkassen

Angebots für Firmengesundheitsprome

Kurgäste des Moorbades Bad Doberan

Kurgäste der Median Klinik Heiligendamm

Urlauber im Umkreis von 40 km Entrfernung

Tagesgäste

Einheimische und Anwoher von:

Bad Doberan und Umgebung 

Kühlungsborn

Rostock und Warnemünde       ca. 200.000 Personen

Rostocker Umland  

 

Restaurant & Shop

gesundheitsgerechtes Angebot an Speisen und Getränken

Shop mit Badebedarf, Souvenirs, Zeitungen ect.

Planungskriterien

Gästeaufkommen - im Jahresdurchschnitt würde man ca 1.000 Gäste täglich kalkulieren. Das diese Größenordnung durchaus realistisch ist, beweisen auch andere Thermen in Deutschland, deren Standortvoraussetzungen bei weitem nicht so ideal sind, wie wir diese in Bad Doberan vorfinden. So hat z.B. die Kristall-Therme in Bad Wilsnack jährlich 400.000 Besucher.

Mitarbeiter - ca. 25 für Thermenbetrieb, Gastronomie und Physiotherapie (Massage ect.)

Sole - ist eine wässrige Lösung von Salzen, die mindestens 14 g gelöster Stoffe pro 1 kg Wasser enthält. Sole wird in den touristisch oft gut erschlossenen Solebädern u.a. bei Hauterkrankungen, Allergien, Erkältungskrankheiten, Verdauungsbeschwerden, Stoffwechselstörungen, Nieren- und Harnblasenerkrankungen, „nervösen Störungen“, Konzentrationsschwäche und Schlafstörungen angewendet.

 

In Bad Reichenhall, wo bereits seit der Römerzeit eine Saline besteht, wurde im Hochmittelalter das bedeutendste natürliche Solevorkommen entdeckt. Bis heute wird in Bad Reichenhall aus Sole, auch aus dem mit der Neuen Saline durch eine Pipeline verbundenen Salzbergwerk Berchtesgaden Salz hergestellt. Im Tourismusbereich wird die Soleleitung Reichenhall-Traunstein gerne als „älteste Pipeline der Welt“ beschrieben.

 

Für eine Therme in Bad Doberan würde man eben diese Sole per LKW anfahren. Dieses ist eine gängige Praxis in vielen anderen Thermen deutschlandweit. Eine alternative Bohrung wäre mit ca. 2 Mio. Euro viel zu teuer. Zusätzlich lassen sich auch Eisen, Natron und natürlich Moor für Behandlungen nutzen.

Bauzeit - ca. 1 bis 1,5 Jahre. Um möglichst behindertengerecht zu bauen, ist ein Bau auf einer Ebene zu empfehlen. Dies senkt nicht nur die Baukosten, auch der Verzicht auf nicht benötigte Fahrstühle senkt die Kosten in der Bauphase, sowie die anschließenden Betriebskosten, z.B. bei der Wartung.

Machbarkeitsstudie - Diese ist notwendig, um eine Finanzierung zu erstellen und um Fördermittel beim Land zu beantragen. Die Kosten für eine Machbarkeitsstudie liegen dem DEHOGA Ortsverband Bad Doberan-Heiligendamm vor. Durch die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden, die bereits diesen Weg erfolgreich gemeistert haben, lassen sich diese Kosten aber deutlich reduzieren. So haben wir eine Zussage einer Gemeinde und eines Betreibers uns bei der Erstellung einer Machbarkeitsstudie zu unterstützen.

Europaweite Ausschreibung – diese kann durch einen erfahrenen Rechtsanwalt aus Berlin
erstellt werden, der bereits Erfahrung mit der Ausschreibung von Thermen hat. Die fachliche Absicherung ist dringend zu empfehlen. Die Ausschreibung sollte mit einem Teilnehmerwettbewerb und einem Verhandlungsverfahren durchgeführt werden, da man so die Anforderungen noch während des Ausschreibungsverfahrens definieren kann. Es können noch während der Ausschreibung Gespräche geführt werden. Betriebszeiten müssen in der Ausschreibung definiert werden. Verträge werden so geschlossen, das der Betreiber Mängel beseitigt, wenn die Stadt diese meldet. Empfohlen ist ein Baugeneralunternehmer, der baut und betreibt. Der Vorteil ist alles aus einer Hand zu erhalten, allein schon wegen der Gewährleistung. Ein weiterer Vorteil ist, das man den Prozeß nach dem Teilnehmerprojekt noch stoppen kann.

Investitionsvolumen - ca. 12 Mio. Euro

Finanzierung - 50 %, d.h. ca. 6 Mio. Euro Förderung durch das Land Mecklenburg-Vorpommern in Form eines Zuschuss für gesundheitsfördernden Tourismus. Die weiteren 50% müssen durch einen Privatinvestor finanziert werden. Die Stadt Bad Doberan kann nicht als Eigentümer und Investor einer zukünftigen Therme agieren, da die derzeitige Haushaltslage dieses nicht zu lässt. Über den DEHOGA Ortsverband Bad Doberan-Heiligendamm bestehen derzeit 2 Kontakte zu potenziellen Interessenten. 

Vorteile für die Stadt Bad Doberan - Heiligendamm

Schaffung von Arbeitsplätzen

Steigerung der Einnahmen aus der Einkommenssteuer

Steigerung der Einnahmen aus der Gewerbesteuer

Steigerung der Einnahmen aus der Kurtaxe

Synergieeffekte auf den Beherbergungstourismus

Synergieeffekte für Gastronomie                                     

Synergieeffekte auf den Einzelhanel

Synergieeffekte für Handwerk und Gewerbe

Erhöhung des Bekannheitsgrades von Bad Doberan

Zusätzliche Angebote für Kurgäste

Verbindung mit benötigtem Kurpark möglich

Saisonverlängernde Maßnahme

Fazit

Ohne saisonverlängernde Maßnahmen haben wir gegen unsere touristischen Mitbewerber keine Chance. Will Bad Doberan-Heiligendamm in Zukunft auf den Tourismus setzen und den Bau einer öffentlichen Kurtherme mit gesundheitstouristischer Ausrichtung unterstützen, dann muss Sie sich politisch dazu positionieren und gegebenenfalls dazu bekennen. Ein Investor benötigt von der Stadt Bad Doberan eine Fördermittelzusage für Landesmittel. Dazu müsste eine Fördervoranfrage beim Landesförderinstitut in Schwerin gestellt werden. Wir benötigen eine schriftliche Zusage vom Land, das dieses Projekt in Bad Doberan förderfähig ist. Nur dann können wir um Investoren werben.

 

Der Tourismusbund unterstützt dieses Vorhaben. 

Kontakt

Tourismusbund

c/o Pension "Am Fuchsberg"

Am Fuchsberg 7a

18209 Bad Doberan

 

Schreiben Sie uns eine Email an:

info@tourismusbund.de

 

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